Jonathan Meese

Jonathan Meese

Untitled

Jonathan Meese - Untitled

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Biografie

Joathan Meese wurde am 23.1.1970 in Tokyo geboren

Mitte der ´70er trennten sich die Eltern, die deutsche Mutter kehrte mit Jonathan und seinen zwei älteren Geschwistern nach Deutschland zurück, der Vater blieb in Japan. Jonathan spricht anfangs nur japanisch und hat erhebliche Anpassungsschwierigkeiten. Durch seine Kommunikationsfähigkeit überwindet er diese in der Grundschule und legt 1989 sein Abitur in seinem Heimatsort Ahrensburg ab.

Nach dem Abitur schickt Ihn seine Mutter erst einmal nach Schottland, um Englisch zu lernen. Da er nicht weiß wie für Ihn "der Ernst des Lebens" aussehen soll, meldet Ihn seine Mutter, nach seiner Rückkehr, für ein Studium der Volkswirtschaft an. Brigitte Meese muss bald feststellen dass diese Entscheidung ein "völliges Desaster war". (Die Weltwoche, Ausgabe 26/2006 vom 2. Februar 2013)

Im Alter von 22 hatte Jonathan Meese zum ersten Mal eine eigene Idee für die Gestaltung seiner Zukunft: Er wünscht sich Farbe und Block zum Geburtstag und belegt einen Zeichenkurs an der Volkshochschule. Seine Mutter war über diese Entwicklung nicht begeistert, da Sie allein erziehend, finanziell sehr belastet war. Dennoch setzt sich Jonathan Meese durch. Das Zimmer voller Farbe, Staffelei, und großen bunten Leinwänden, weicht das Bett ins Wohnzimmer. Um sich für ein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg zu bewerben, fertigt er in 3 Tagen eine Mappe an. Prof. Franz Erhard Walter nimmt Ihn sofort in seiner Klasse auf.

Meese studierte von 1995 bis 1998 in Hamburg, stellt aber bald fest dass er auf diese Art der Kunst nicht näher kommen wird. Das ganze Unternehmen Studium endete mit einem Abgang ohne Abschluss und der Überzeugung Meeses, dass man sich als Künstler die Möglichkeit erhalten müsse, das System zu kritisieren.

Sein Erfolg war ohnehin nicht mehr aufzuhalten, mehrere Insider und Experten in seiner Umgebung hatten Meese inzwischen als außergewöhnliche Begabung entdeckt. Bereits im Winter 1996 kann er an dem Ausstellungsprojekt „Glockengeschrei nach Deutz“ teilnehmen, ein Gemeinschaftsarbeit von über 40 Künstlern, organisiert unter anderem von der Künstlerin Cosima von Bonin und Daniel Buchholz von der gleichnamigen Galerie in Köln. 1997 folgt im Kunstverein Kehdingen seine erste Einzelausstellung, dann kam schon der Auftrag für die Bühnenbilder von Leander Haußmanns Film Sonnenallee. Auf Anregung von Daniel Richter kam Meese 1998 mit den Galeristen Nicole Hackert und Bruno Brunnet von der Berliner Galerie „Contemporary Fine Arts“ in Kontakt und unter Vertrag, CFA ist bis heute seine Galerie.

Auch international wächst zunehmend die Aufmerksamkeit, 1998 auf der Berlin Biennale und im gleichen Jahr auf Ausstellungen in wichtigen europäischen Kunststädten, ab der Jahrtausendwende folgen internationale Ausstellungen und ab 2004 Theaterarbeiten, 2006 wird Meese erstmals zu den hundert bedeutendsten Künstlern der Welt gezählt. Die wichtigsten Museen und öffentlichen Sammlungen Kaufen sein Werk z. B. das Museum Abteiberg in Mönchengladbach, das Frankfurter Städel Museum, die Bonner Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland und das Pariser Centre Pompidou sicherten sich ihren Anteil an Meeses Werk, Auch in privaten Sammlungen moderner Kunst ist eine Meese-Arbeit gerne gesehen, so z. B. in der Sammlung Falckenberg, in der englischen Saatchi Gallery und in der Sammlung Essl in Österreich, die Berliner CFA ist auch längst nicht mehr Meeses einzige Galerie.

Das besondere an Meese ist, dass er immer wieder von sich reden macht in Öffentlichkeit und der Presse, als der wiedersprüchlichste Künstler, Nachfolger von Josef Beuys. Er gilt als der provokative Künstler der Randale, wird zugleich als Wunderkind gefeiert. Selbst Kunstkenner wissen teilweise nicht ob Meese mit seinem Propagandageschrei einfach nur unreif und kindisch provoziert, ob er das was er sagt ernst meint oder nicht. Betrachten sie sein Werk, schauen sie sich von Meese Videos auf U tube an und bilden sie sich selber eine Meinung. Immerhin ist der Kunstmarkt für unangepasste und nicht in Beziehungen eingebettete Newcomer inzwischen so klein geworden, dass wenig stromlinienförmige Kunst eine Erfrischung ist, und wir sollten sicher auch alle ein wenig darauf achten, dass sich Kunst auch in Zukunft nicht nur an der Kunst-Universität unter strikter Beachtung der gerade gängigen Lehre entwickeln kann, sondern dass noch Raum für begabte Außenseiter bleibt.

Eines ist ziemlich wahrscheinlich: Je mehr Sie sich mit Meese beschäftigen, desto mehr Fragen werden auftauchen. Ist nicht genau das einer der wichtigsten Sinnbestimmungen von Kunst überhaupt?

Untitled des angesagten Künstlers finden sie in unserem Bingold-Bilder-Rahmen.de Onlineshop oder bei uns direkt vor Ort.

 

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